Vorschau Auf Der Fünf Primaries Am Dienstag

In fünf Bundesstaaten entdecken heute Primaries die Demokraten und Republikaner statt. Die eingeschaltet und nahe die Ostküste gelegenen Bundesstaaten Pennsylvania, Maryland, Connecticut, Delaware und Rhode Island sind weitere wichtige Bausteine auf dem Strecke zur Nominierung.

In die Nachtzeit von Dienstag auf Mittwoch
by Heimspiel - die Fussball Channel

Insgesamt werden bei den Demokraten 384 Delegierte verteilt, bei den Republikanern sind es 172 Delegierte. Die Favoriten für diese Vorwahlen sind die jeweiligen bisherigen Spitzenkandidaten Clinton und Trump. Beide können damit rechnen, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Spannend wird es bei die Frage, in welchem Rahmen die Siege ausfallen. Insbesondere bei den Republikanern hängt viel davon ab, ob es Trump gelingen wird, wieder eine deutliche Mehrheit die Delegierten zu erringen, etwa seinem Ziel die 1237 Delegierten beliebig gutes Teil näher zu kommen. Auch Hillary Clinton will jetzt so früh wie möglich, auch die restlichen theoretischen Chancen Sanders zunichte machen. Sanders müssten schon Zwei oder drei Überraschungssiege in die Nachtzeit zu Mittwoch gelingen, will er nochmal zurück ins Rennen etwa die Nominierung. Damit ist aber seriös betrachtet, nicht zu rechnen.

Trump kann und muss auf 100 Delegierte plus X hoffen


Schauen wir daher zunächst auf die Republikaner. In die folgenden Tabelle habe ich mal eine Prognose gewagt und dargestellt, mit welcher Delegiertenanzahl Donald Trump rechnen kann/ sollte.

Bundesstaat + Delegierte
Umfragen
Trump
Umfragen
Konkurrenten
Meine Prognose
Delegierte Trump
Maryland – 38 - WTA*
48%
27% Kasich, 22% Cruz
32-38
Connecticut – 28 - WTM**
53%
27% Kasich, 15% Cruz
22-28
Delaware – 16 - WTA***
55%
18% Kasich, 15% Cruz
16
Rhode Island – 19 -Prop.****
52%
23% Kasich, 12% Cruz
11-15
Pennsylvania – 71 (davon 54 formal ungebunden)*****
46%
26% Cruz, 23% Kasich
17+X
 *Der Gewinner (statewide+district) erhält jede Delegierte
** Der Gewinner in den 5 Districts erhält je 3 Delegierte, schafft beliebig Kandidat mindestens 50% im Gesamtergebnis erhält er weitere 13 Delegierte. Andernfalls werden diese Delegierten aufgeteilt.
*** Der Gewinner erhält jede 16 Delegierte
****Proportionale Delegiertenverteilung, 10%-Hürde
*****In Pennsylvania bewegen sich 17 Delegierte eingeschaltet den Gesamtsieger. Die übrigen 54 Delegierte werden geradewegs gewählt, sind ungebunden, können sich selbst aber vor die Wahl für einen Kandidaten aussprechen, müssen dies aber nicht. Auch müssen sie sich selbst ggf. nicht eingeschaltet ihre Behauptung halten.

Demnach kann Donald Trump, sofern keine größeren Überraschungen hineingehen mit mindestens 100 von 172 Delegierten in die kommenden Nachtzeit rechnen. Sollte Trump in Pennsylvania viele Delegierte gewinnen, die zwar ungebunden sind, sich selbst aber für ihn aussprechen, kann sein Effekt noch weitaus besser ausfallen. Theoretisch sind sogar 160 Delegierte oder mehr möglich. Dafür müsste aber eingeschaltet dem Abend schon alles passen für Trump. Auf dem Strecke zur Nominierung fehlen Trump aktuell noch etwa 390 Delegierte. Nach den Vorwahlen in die kommenden Nachtzeit sind noch etwa 530 Delegierte zu vergeben. Das zeigt, dass es sich selbst Trump eigentlich auch nicht leisten kann, mit zwischen 100 Delegierten die fünf heutigen Primaries abzuschließen. 

Problematisch wird es für Trump, sollte es z. B. in Maryland eine Überraschung geben. Ich hatte letzte bereits über eine Spezies die Zusammenarbeit zwischen Cruz und Kasich berichtet, später die der jeweils abgeschlagene Kandidat in den verbleibenden Bundesstaaten im dortigen Wahlkampf die Bemühungen einstellt. Diese Vereinbarung wurde für Indiana (in einer Woche) und Oregon und New Mexico getroffen. Von den heute anstehenden Primaries war noch nicht die Rede. Aber natürlich kann es sein, dass z. B. beliebig Großteil die Cruz-Anhänger in Maryland jetzt zu Kasich umschwenken wird. Gemeinsam lägen beide zusammen in etwa gleichauf mit Trump. Ähnlich verhält es sich selbst auch in Pennsylvania, nur umgekehrt. Hier könnte Cruz profitieren. Es wird daher auch spannend sein, zu sehen, ob die Wähler von Kasich und Cruz den Planungen ihrer Favoriten folgen und evtl. schon in die kommenden Nachtzeit für Überraschungen sorgen. Ich rechne zwar damit, dass sich selbst die jeweils erste Verfolger Trumps noch verbessern wird, eine massenhafte Wählerbewegung zwischen Cruz und Kasich wird aber vermutlich ausbleiben. Es sei denn, es gibt nochmal einen Last-Minute-Aufruf die Kandidaten selbst, in dem sie ofen und gezielt darum bitten, dem Konkurrenten die Stimme zu geben. Aber auch dann ist erfahrungsgemäß nicht beinahe mit einer 100%-Wählerwanderung zu rechnen. 
Kleinere Erfolge sind gegen Trump aber nichtsdestoweniger möglich, z. B. wenn es Cruz und Kasich gelingen sollte, Trump in Connecticut zwischen 50% zu drücken, dann würden weitere Delegierte von Trumps Konto verloren gehen, bzw. nicht gewonnen werden. Der Ausgang in Pennsylvania ist diffizil einzuschätzen, dort vieles davon abhängen wird, wie nett die jeweiligen Wahlkampfteams bei die Delegiertenanalyse gearbeitet haben und wie transparent dieser Loophole-Primary sein wird. Letztlich bleibt es aber dabei, dass jede 54 Delegierten die Districts ungebunden bleiben.
Alle weiteren Infos zu den Bundesstaaten und ihren Regelungen bei die Delegiertenverteilung findet Ihr ober in die Tabelle mit einem Klick auf den jeweiligen Bundesstaat.

Hillary Clinton will ihren Vorsprung weiter ausbauen


Bei den Demokraten hofft Hillary Clinton auf weitere Siege. Und diese sollten später ihrem Geschmack möglichst klar ausfallen, etwa die Anhänger Sanders zu demoralisieren. Läuft alles normal, dürfte sich selbst Clinton keine allzu großen Sorgen mehr etwa ihre Nominierung machen, aber nichtsdestoweniger hat sie beliebig Interesse daran, Bernie Sanders bei den gebundenen Delegierten möglichst frühzeitig auch formal zu besiegen. Jeder Ungewissheit eingeschaltet ihren Siegchancen und jeder Woche die vergeht, in die Sanders seine Anhänger weiter begeistern und motivieren kann, wirkt sich selbst langfristig evtl. als Schwächung Clintons aus. Und je länger und mehr Menschen Sanders folgen, desto schwieriger wird es für Clinton, diese später für sich selbst zu gewinnen.
Blickt man auf die jetzt anstehenden Primaries und die Umfragen, könnte Clinton jede fünf Primaries gewinnen und so ihren Vorsprung auf Sanders im Gesamtstand etwa etwa 35 bis 50 Delegierte ausbauen. Lediglich in Connecticut und Rhode Island scheint Sanders derzeit noch Aussichten auf einen Erfolg zu haben. Insbesondere in den Bundesstaaten mit vielen Delegierten liegt Clinton in den Umfragen komfortabel vorne.
Die Sanders-Anhänger hoffen evtl. noch auf eine Überraschung. Sollten sich selbst die Clinton-Anhänger in Sicherheit spüren und nicht mehr so motiviert zur Wahl gehen, will das Sanders-Lager profitieren, wohl wissend, dass es auch direkt andersherum kommen kann. Glauben viele Sanders-Unterstützer nicht mehr daran, Clinton abzufangen, könnten auch sie zuhause bleiben.

Alle weiteren Infos zu den aktuellen Umfragen und die Anzahl die Delegierten und Superdelegierten in Pennsylvania, Maryland, Connecticut, Delaware und Rhode Island findet Ihr auch hier mit einem Klick auf die Bundesstaaten in die obigen Tabelle.

Live-Ticker ab dem späten Abend, Wahllokale zumachen etwa 02.00 Uhr


Die Wahllokale zumachen in die Nachtzeit von Dienstag auf Mittwoch etwa 02:00 Stunde deutscher Zeit. Vorher ist nicht mit Ergebnissen zu rechnen. Ich werde mich, am späten Abend dann wieder mit einem Live-Ticker melden, die letzten Infos geben und die Ergebnisse fortlaufend übersichtlich aufbereitet posten.

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